Nachlese der U20 Hallen DM | Leichtathletik in Horstmar
Nachlese zur Hallen DM der U20
27. Februar 2020
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Nachlese der U20 Hallen DM

Marie Hellmann berichtet aus ihrer Sicht über die Ereignisse der U20 Hallen DM von Neubrandenburg.

Ich habe mich schon letzten Sommer über die 100m Hürden für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert. Allerdings sind die Hürden in der U18 noch etwas tiefer als in der U20. Deshalb haben wir im Training in den letzten Wochen vor der DM an der Hürdenüberquerung und an der Schnelligkeit zwischen den Hürden gearbeitet.

Am Freitagnachmittag bin ich zusammen mit meiner Mutter und meiner Trainerin Fenja Gude ins 600 km entfernte Neubrandenburg gefahren. Nach Ankunft in der Ferienwohnung ging es am Abend früh ins Bett, damit ich für den nächsten Tag fit war. Die Nervosität hielt sich zu diesem Zeitpunkt noch zurück, dafür überwiegte die Vorfreude um so mehr.

Am Samstagmorgen fuhren wir nach dem Frühstück zur Halle, um eigentlich Henriks Lauf zu verfolgen. Da dieser ausfiel, schauten wir uns noch die Örtlichkeiten (Aufwärmbereich, Callroom etc.) in der Halle an und kauften uns das Meisterschaftsshirt. Zum Mittagsessen fuhren wir wieder zurück in die Wohnung. Dadurch, dass wir zuvor den Wettkampf über den Livestream verfolgt hatten, steigerte sich die Vorfreude noch und ich hatte richtig Lust zu laufen. Die Qualifikation alleine war für mich schon ein riesiger Erfolg, deshalb konnte ich ohne Druck in den Wettkampf gehen. Gegen halb zwei ging es dann richtig los. Etwa eine Stunde vor meinem Lauf, um 15:20 Uhr, machte ich mich warm und ging dann eine viertel Stunde vor dem Start in den Callroom. Dort traf ich mich mit allen anderen Teilnehmern meines Vorlaufs. Wir gingen gemeinsam in die Halle, die Spannung stieg und es war ein einzigartiges Gefühl. Dann erfolgte endlich der Start. Ich kam für meine Verhältnisse super gut aus dem Startblock und der Lauf über die ersten Hürden klappte sehr gut. Leider habe ich mit meinem Nachziehbein die vierte Hürde touchiert und einen Teil meiner Geschwindigkeit verloren. Trotzdem kam ich mit einer persönlichen Bestleistung von 9,38sec ins Ziel und wurde noch nicht mal Letzte in meinem Lauf. Insgesamt wurde ich 33. von 45 gemeldeten Teilnehmer, damit habe ich mein persönliches Ziel auf jeden Fall erreicht. Am Abend belohnten wir uns mit einem Stadtbummel durch Neubrandenburg und einer leckeren Pizza beim Italiener.

Am Sonntag verfolgten wir die weiteren Wettkämpfe in der Halle, und feuerten um 12.20 Uhr Henrik bei seinem 1.500 m Lauf an. Anschließend machten wir uns mit Fenja auf den Heimweg.

Die Deutsche Meisterschaft war für mich ein super tolles Erlebnis mit einer einmaligen Atmosphäre und einer guten Stimmung in der Halle. Es war zwar ein anstrengendes, aber ein wirklich schönes Wochenende!