
Horstmarer Leichtathleten auf nationaler Bühne
5. Juli 2026Horstmarer Quartett sammelt wertvolle DM-Erfahrungen in Wattenscheid

v.L. Eva, Graciete, Jill, Pauline
Mit zwei Athleten und drei Athletinnen war der TuS Germania Horstmar am Wochenende bei den Deutschen U16/U20-Meisterschaften im Lohrheidestadion in Bochum-Wattenscheid vertreten. Im Trikot der LG Brillux Münster sammelten die Nachwuchsleichtathleten auf nationaler Bühne wichtige Erfahrungen und sorgten zum Teil auch für starke Leistungen.
Für das beste Ergebnis aus Horstmarer Sicht sorgten Jill Haudek und Eva Deitmaring in der 4×100-Meter-Staffel der weiblichen U16. Gemeinsam mit Pauline Zimmer und Graciete Ntemo steigerte das Quartett seine persönliche Bestzeit erstmals auf unter 50 Sekunden. Mit starken 49,88 Sekunden belegte die Staffel im riesigen Feld von 44 Mannschaften den 23. Platz – ein gelungener Abschluss einer erfolgreichen Staffel-Saison.
Enno Kreimer ging über die 110 Meter Hürden der männlichen U20 an den Start. Der Horstmarer erwischte einen guten Start, fand anschließend jedoch nicht den gewohnten Rhythmus. Mehrere Berührungen mit den Hürden kosteten wertvolle Zeit, sodass er seine Meldeleistung nicht erreichen konnte. Dennoch überwog am Ende das Positive: Als jüngerer Jahrgang der U20 konnte Kreimer wichtige Erfahrungen auf höchstem nationalen Niveau sammeln und damit eine wertvolle Grundlage für die kommende Saison legen.
Für Jenna Haudek war die Teilnahme im Dreisprung der weiblichen U20 der erste Einzelstart bei Deutschen Meisterschaften. Zwar konnte sie ihre Meldeleistung diesmal nicht erreichen, dennoch überwog auch bei ihr die Freude über die erstmalige Teilnahme auf nationaler Ebene. Die gesammelten Erfahrungen unter den besonderen Bedingungen einer Deutschen Meisterschaft werden für ihre weitere sportliche Entwicklung wertvoll sein.
Auch Max Wolgast reiste mit einer klaren Zielsetzung nach Wattenscheid. Der U18-Athlet trat bewusst in der höheren Altersklasse der männlichen U20 an, nachdem er bereits am Wochenende zuvor die Deutschen Meisterschaften seiner eigenen Altersklasse bestritten hatte. Für ihn stand daher weniger das Ergebnis als vielmehr das Sammeln weiterer Wettkampferfahrung unter nationalen Meisterschaftsbedingungen im Vordergrund. Bereits die Einstiegshöhe von 4,40 Metern stellte eine anspruchsvolle Aufgabe dar. Gleichzeitig nutzte Wolgast den Wettkampf, um verschiedene Stäbe unter Wettkampfbedingungen auszuprobieren. Ein gültiger Sprung gelang ihm dabei zwar nicht, dennoch lieferte der Wettkampf wichtige Erkenntnisse.
„Stabhochsprung ist eine der kompliziertesten Disziplinen der Leichtathletik. Hinzu kommen die Stäbe betreffende Herausforderungen. Stäbe sind teuer und nur wenige Vereine sind gut ausgestattet. Max springt mittlerweile auf einem Niveau, auf dem nur wenige Vereine die passenden Stäbe haben. Wir sind super froh, dass viele Vereine bereit sind, ihre Stäbe im Wettkampf an Max zu verleihen. Einen fremden Stab innerhalb eines Wettkampfs das erste Mal zu springen, ist jedoch gar nicht so leicht. Im Grunde bräuchte er ein eigenes Kontingent, das er dann auch im Training einspringen kann. Das jedoch ist sehr teuer. Daher befindet sich Max gerade an einem schwierigen Punkt. Die Sprungkraft, die Geschwindigkeit und die Athletik sind da, das hat er die Saison über mit zahlreichen Bestleistungen gezeigt. Nun fehlt das passende Material“, ordnete Trainerin Fenja Gude die Situation ihres Athleten ein.
Auch wenn Spitzenplatzierungen diesmal ausblieben, kehrten die Horstmarer mit einer neuen Staffelbestzeit und zahlreichen wertvollen Erfahrungen von den Deutschen Meisterschaften aus Wattenscheid zurück.













