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Max sammelt Erfahrung bei Deutschen Mehrkampfmeisterschaften

Die Höhen und Tiefen eines Mehrkampfes erlebte am Wochenende der Horstmarer Max Wolgast (M14) bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Hannover. Der Athlet des TuS Germania Horstmar qualifizierte sich im Vorfeld für die nationale Meisterschaft, die vom 01. bis zum 03. September ausgetragen wurde.

Seinen Neunkampf begann der 13-jährige Schüler bereits am Freitag um 14 Uhr. Dafür wurde er extra vom Unterricht befreit. Die Aufregung vor dem Start seiner ersten Deutschen Meisterschaft war Wolgast dabei anzumerken. Auch die Vorbereitung lief aufgrund einer Erkältung alles andere als optimal. Dennoch stieg er mit einer guten Zeit von 12,86 Sekunden über 100 m in den zweitägigen Wettkampf ein. Es folgte ein solider Weitsprung, bei dem er mit 5,57 m weiter zufrieden sein konnte. 9,25 m im Kugelstoßen bedeuteten sogar persönliche Bestleistung.

Im abschließenden Hochsprung übersprang Wolgast 1,53 m. Eine Leistung, die absolut im Rahmen lag und dennoch zeigte sich Wolgast etwas enttäuscht, da seine Sprünge höhere Höhen andeuteten. Insgesamt lag er nach Tag eins aber wenige Punkte über seiner Punktzahl vom Qualifikationswettkampf, weshalb er die Nacht eigentlich beruhigt einschlagen konnte. Ein Mehrkampf wäre aber kein Mehrkampf ohne die Nacht, ohne das „was wäre, wenn“ und ohne die Höhen und Tiefen.

Nach dem guten ersten Tag setzte sich der junge Horstmarer selbst zu sehr unter Druck, die Lockerheit, die er nach dem ersten Tag eigentlich hätte haben können, war nicht da. So wurde der Stabhochsprung zur Zitterpartie, in der er seine Einstiegshöhe von 2,20 m erst im letzten Versuch übersprang. Auch danach konnte Wolgast nicht die erwünschte Lockerheit zurückgewinnen, sodass er bereits an der Folgehöhe von 2,40 m scheiterte. Ein Rückschlag. Wertvolle Punkte, die verloren gingen. Das löste Tränen der Wut aus. Aber der Wettkampf besteht aus neun Disziplinen, von denen erst fünf absolviert waren. „Max war sehr geknickt, dann muss man als Trainer die richtigen Worte finden, um ihn wieder aufzubauen. Der Wettkampf geht weiter, das ist Mehrkampf, da darf man sich von einem schlechten Ergebnis nicht runterziehen lassen.“, kann Trainerin Fenja Gude aus eigener Erfahrung berichten.

Dass in dem jungen Athleten ein Mehrkämpfer steckt, bewies Wolgast dann in den folgenden Disziplinen. Eine persönliche Bestleistung von 29,70 m mit dem Diskus hob die Laune deutlich. Beim nachfolgenden Hürdenlauf stoppte die Zeit bei 13,73 Sekunden, was trotz Strauchler an der letzten Hürde eine gute Zeit bedeutete. Nach der PB im Kugel und Diskus folgte auch in der dritten Wurfdisziplin, dem Speerwerfen, eine persönliche Bestleistung mit 38,21 m. Den abschließenden 1.000 m Lauf beendete Wolgast mit einer Zeit von 3:18,54 min. 4.394 Punkte waren am Ende keine Bestleistung jedoch bestätigte Wolgast damit die Qualifikationsnorm von 4.275 Punkten deutlich. Am Ende bedeutete dies Platz 30 von 36 Teilnehmern und eine Menge gesammelter Erfahrungen.